Stephan und ich haben von Mitte März bis Mitte April die 4wöchige Trekkingtour „Über den Thorong La ins Königreich Mustang“ gemacht. Die Orga war perfekt, wie auch bei meiner (Claudia) ersten Tour mit HFT. Die Betreuung vor Ort, durch Navu, und während der Tour durch unseren Guide „Dipak“ und unserem lieben Träger „Pundari“, war wirklich rührend. Da wir sonst alleine unterwegs sind und alles selbst organisieren, die Luxusvariante von Urlaub. Dipak ist wirklich ein kundiger Guide, spricht gut englisch, hat Erfahrung und man kann sicher sein, dass man auch in schwierigen Situationen gut bei ihm aufgehoben wäre. Mit Pundari zusammen ein tolles und fröhliches Team, das rundherum harmoniert.
Zur Tour selbst ist zu sagen, dass größtenteils auf Straßen bzw. Schotterpisten gelaufen wird. Daher sind die Wege zeitweise wenig spannend, teilweise auch enttäuschend, da man auf dem ersten Teil bis „Thorong Phedi“ häufiger natürlich mit Autos und Mopeds konfrontiert wird. Der Verkehr ist nicht dramatisch, aber in Kombination mit der Piste einfach nicht das was man erwartet hat und sehen möchte. Keine Frage, für die Einheimischen toll und eine Erleichterung, aber das Trekkingerlebnis in diesem Punkt eher nicht so gut. Die Gegend drumherum ist natürlich wunderschön und entschädigt zum großen Teil. Man ist sich des Problems jedoch bewusst und bereits dabei, alte Routen, jenseits der Straße, wieder zu aktivieren, um den Touristen Alternativen zu bieten.
Wirklich entschädigt wurden wir dann Richtung Mustang. Landschaftlich komplett anders und mit das Schönste, was wir an Bergwelt bisher gesehen haben. Die teilweise wüstenähnliche Landschaft vermittelt zeitweise das Gefühl, nicht mehr wirklich in Nepal zu sein und erstaunlich, dass es dennoch so ist. Hier war die Straße bis Lo Mantang nicht so störend. In den Stunden, in denen wir dort entlang liefen, kamen vielleicht 4 LKW’s vorbei. Piste und Landschaft verschwimmen fast miteinander. Dadurch, dass es mehr Sand- als Schotterpiste ist, konnte man darauf auch deutlich besser laufen, dafür staubt es mächtig – naja, man kann halt nicht alles haben. Die Menschen sind zurückhaltend neugierig, extrem nett und sympathisch, wie die Nepalesen eben so sind. Es ist zu spüren, dass der Tourismus noch nicht alle Menschen erfasst hat und das Leben noch etwas ursprünglicher ist. Man kann hoffen, dass es noch lange so bleibt, obwohl wir allen ein leichteres Leben wünschen und wie so oft, weiß man selbst nicht, ob der Tourismus hierfür mehr Fluch als Segen ist.
Allen, die dorthin oder anderswo in Nepal reisen – es lohnt sich – auch mehrfach! Namaste!
