Vor ca. 2 Wochen bin ich von meiner dritten Trekkingtour mit HFT und Guide Som Kafle heimgekehrt. Meine Erlebnisse während des vierwöchigen Treks im Annapurnagebiet waren geprägt von den Erdbeben die wir in Manang und Tolka erlebten.
Ich muss ein großes Lob und Dankeschön aussprechen für die super Betreuung und Begleitung meines doch sehr ungewöhnlichen Treks durch meinen fürsorglichen Guide Som sowie durch Mister Navu und Deepak aus Kathmandu!
Für meine dritte Trekkingtour mit HFT hatte ich als Ziele den Tilicho Lake, den Thorong La und das Annapurna Base Camp gewählt.Im Nachhinen eine super Wahl, da wir im Annapurnagebiet vor den Folgen der Erdbeben relativ sicher waren. Nachdem ich im März nach einem Skiunfall mein Knie operieren lassen musste startete ich am 20 April mit Schiene in die Annapurnarunde. Im Angesicht des Annapurna 2 und 4, Gangapurna und Manslu kamen wir kurz vor Braka, als wir auf dem Trail von einem mächtigen Steinschlag überrascht wurden. Ca. 100 Meter entfernt stürzten mächtige Felsblöcke auf den Trail hinab, Wir warteten ab und liefen weiter als der Steinschlag aufhörte. Im nächsten Dorf erfuhren wir von Kindern dass soeben ein starkes Erdbeben stattgefunden hat. Wenige Minuten später stürzten hinter Braka weitere Felsen hinab, durch das zweite Beben.
In Manang war alles unversehrt geblieben, somit trauten wir uns in der Lodge zu schlafen. In den nächsten zwei Nächten und am nächsten Tag erlebten wir noch mehrere starke Beben, die ganze Lodge wackelte und krachte, stürzte aber zum Glück nicht ein. Den ganzen nächsten Tag hörten wir die Lawinen donnern. Wir entschieden gemeinsam in Absprache mit Kathmandu zwei Tage in Manang zu bleiben, bis die Nachbeben nachließen und danach Richtung Tilicho Lake und Thorong La Pass die Tour fortzusetzen. Im Nachhinein war es die beste Entscheidung. Als alle anderen Guides mit ihren Gruppen umkehrten, bemühte sich Som, obwohl sein Haus zunächst beschädigt, später dann zerstört war, stets um mein Wohlergehen- dafür möchte ich ihm ganz herzlich danken. Nach Manang waren wir häufig die einzigen Gäste in den Lodges und wurden mit Büffelfleisch, Yakburger und Apfelkuchen verwöhnt. Nach einer kurzen Nacht im High Camp überquerte ich bei strahlenden Sonnenschein und klirrender Kälte den Thorong La Pass ein überwältigendes Erlebnis auch mit Schiene!
Eine tolle Tour – wären nur nicht so viele Menschen in dieser Zeit gestorben und obdachlos geworden! Som möchte ich die Note 1 mit Stern* geben. Es ist ihm zu verdanken, dass ich nie Angst vor oder nach den Beben verspürt habe, Ich bin überzeugt, dass die Nepali jetzt längerfristig unsere Unterstützung brauchen und werde in der nächsten Saison wieder mit HFT in Nepal trekken. Die Wege im Annapurna Gebiet sind übrigens alle unbeschädigt geblieben, desgleichen die Lodges. Dhanyabad und Namaste, bis bald!
E-mail: ed.ro1786026659cra@n1786026659avodl1786026659omagl1786026659eh1786026659
